Die Geschichte hinter der Latwerge

Die Geschichte hinter der Latwerge

So entstand die Wachholderlatwerge und so gelangte sie nach Gossau

1927 rührt der 24-jährige Hermann Eisenhut im appenzellausserrhodischen Gais die erste Latwerge aus Wacholderbeeren. Er setzt mit seinem eingedickten Wacholder-Saft und mit Honig eine Tradition seiner Eltern fort, die bereits mit Honig gehandelt haben. Hermann Eisenhut schafft damit die Marke, die bis heute mit Latwerge verknüpft ist.

Sein drei Jahre älterer Bruder Ernst steigt schon bald ins Geschäft ein und übernimmt es mit seiner Frau Frieda 1952 nach dem frühen Tod von Hermann Eisenhut. Die beiden haben sieben Kinder, doch diese schlagen andere Wege ein. 1966 verkauft das Ehepaar Eisenhut das Unternehmen an Ernst Walder in St. Gallen. Im Keller seines Einfamilienhauses stellt er 21 Jahre lang Latwerge her, auch aus Holunder und Tannenschösslingen. 1987 übernimmt die Gebrüder Eberle AG in Gossau die Produktion und die Rechte der Marke „Original Eisenhut-Latwerge“. Die Rezepturen für den beliebten Brotaufstrich sind heute noch die gleichen, die Tradition geht weiter.

Hermann Eisenhut

«Heiss muss die dunkle, herb süssliche Masse sein und gerührt will sie werden.»

Hermann Eisenhut
Eisenhut Wacholder Latwerge Nostalgie

Die Zeit vergeht, die Marke bleibt

Etwas Nostalgie darf sein. Der Blick zurück führt vor Augen, wie sich Schriften und Verpackungen mit der Zeit wandeln. Das aber bleibt: Hermann Eisenhuts Latwerge ist heute noch nach ihm benannt. Und sie schmeckt auch noch gleich wie 1927, als er aus Wacholderbeeren seine erste Latwerge kochte. Nur ein kleiner Unterschied: Heute kommt die Eisenhut-Latwerge aus dem Hause Eberle.

Noch etwas mehr Nostalgie gefällig?

Eisenhut-Latwerge gibt es jetzt, wie zu Grossmutters Zeiten, auch wieder in der Blechdose. Eberle Spezialitäten hat sie hervorgeholt. Gepflegte Tradition ist zeitlos.